Keine Angst vor’m LPG!

LPG steht für Liquefied Petroleum Gas und bezeichnet das Autogas. Der Name rührt daher, da das Gas sich unter Druck verflüssigt, dies kennt man zum Beispiel aus dem Feuerzeug oder auch aus anderen Gasbrennern.

Gemeinsam können wir auf dieser Seite ein paar Autogas Mythen ausräumen und Ihnen vielleicht die Angst vor einem Umbau ein Stück weit nehmen. Natürlich muss man auch die “Schattenseiten” eines solchen Investments beleuchten, so ist es immer riskant in ein Fahrzeug zu investieren, wenn man sich nicht auskennt und das Fahrzeug technisch vernachlässigt. Dies gilt insbesondere für Gebrauchtwagen. Ohne gute Partner bzw. Werkstatt kann man schnell an Grenzen kommen, Sie sollten sich deshalb am besten vor dem Umbau vergewissern, dass das Auto technisch sauber läuft und ggf. Probleme vor der Umrüstung beheben. Damit steht Ihnen dann wahrscheinlich auch nichts mehr im Wege zum lachhaft günstigen Gas-Spaß auf lange Zeit.

Die Autogasanlage an sich ist sehr wartungsarm. Erste kostenlose Inspektion nach 2500 KM und dann erst wieder ab 25000 KM.

Mythos 1: Motorschaden durch LPG / Autogas

Auch wenn der Trend zu alternativen Treibstoffen immer weiter Steigt (Elektro Tesla, Autogas, Erdgas) und auch der Bedarf, da die Benzinpreise stetigem Wandel unterliegen und von heute auf Morgen stark steigen können. Auch Diesel ist keine “echte” Alternative, denn auch wenn Diesel günstiger im Einkauf ist, zahlt man bei den Steuern drauf und auch der teurere Partikelfilterwechsel muss bezahlt werden. Auch der Umwelt tut Diesel nicht besonders gut und es kam bereits zu politischen Diskussionen, ob man Dieselfahrzeuge nicht aus Innenstädten verbannen sollte, wegen der erhöhten Feinstaubbelastung und Überschreitung der EU-Grenzwerte!

Auch sind auf Benzin ausgelegte Motoren (vor allem die Alten!) meist mit viel größerem Hubraum ausgestattet, an die ein Diesel-Fahrzeug einfach technisch nicht rankommen kann.

Autogas ist seit Jahrzehnten in Holland bewährt, getestet und erprobt. Dennoch gibt es Kritiker am Autogas. Das erste Argument ist meistens “die alten Motoren (mit hohen Laufleistungen) halten Gas nicht lange aus!” oder “Autogas beschädigt den Motor bzw. die Ventile und deren Sitze!”.

Ein Motorschaden durch LPG kann jedoch zwei Haupt-Ursachen haben:
1.) Dem Umrüster fehlt die Erfahrung. Vor der Umrüstung hat der Umrüster sich nicht schlau gemacht über den ihm vorliegenden Motor. Wenn der Motor nicht gasfest ist, sprich gehärtete Ventile und Ventilsitze verfügt, dann kann es tatsächlich zum Schaden durch die Gasanlage an diesen Bauteilen kommen. Hier würden wir Ihnen vor einer Umrüstung jedoch sofort abraten. Es gibt diverse Listen (darunter auch vom sehr beliebten Top-Hersteller Prins), welche bei einem Blick darauf sofort aufzeigen, ob ein Motor gasfest ist oder nicht. Generell fahren Sie mit deutschen Marken wie Mercedes, Audi, Vw etc. gut mit LPG. Vor einer Umrüstung werden Sie selbstverständlich aufgeklärt, ob es Probleme mit ihrem Motor geben könnte, oder ob dieser einwandfrei gastauglich ist und wie auf Benzin gefahren werden kann.

2.) Der Umrüster “pfuscht” die Anlage rein, passt sie nicht an’s Fahrzeug an, das Gemisch ist zu Mager (z.B. zu viel Luft und zu wenig Gas dauerhaft, dadurch heißere Verbrennung), was den Verschleiß in die Höhe treibt und den Motor vorzeitig tötet.

Diese zwei Punkte sind auch der Grund, warum man in deutschen LPG Foren immer wieder ließt “such’ dir einen guten Umrüster”. Doch was entscheidet über einen guten Umrüster und einen schlechten? Der Preis? Wohl kaum.

Leider ist die deutsche Autogas-Szene nicht ganz “sauber” und es gibt dementsprechend viele schwarze Schafe, die das leichte Geld wittern und dann pfuschen. Hier hilft eine einfache Recherche bei Google über den Umrüster und seine Bewertungen. Denn Kunden mit Motorschaden, die darauf liegen geblieben sind, bleiben garantiert nicht still. Auch sollte man sich vor Firmen in acht nehmen, die dafür bekannt sind, öfter den Namen zu wechseln (durch Insolvenz!).

Diesen schwarzen Schafen ist leider der schlechte Ruf von LPG zu verdanken. Andererseits: je geringer die Nachfrage nach Autogas, desto günstiger der Treibstoff, nicht wahr? 🙂

Mythos 2: heißere Verbrennung und dadurch erhöhter Verschleiß bzw. Kolbenschäden und Motorenblockrisse

Das Kühlsystem eines Fahrzeugs sorgt dafür, dass das Fahrzeug immer in seiner Betriebstemperatur fährt. Wird also mal heißer verbrannt, als sonst z.B. bei Vollast Fahrten auf Benzin, dann wird auch die Kühlung entsprechend verstärkt.

LPG verbrennt tatsächlich etwas heißer als Benzin, allerdings nur an den Ventilen. Die Kolben und der Block werden durch das Kühlwasser gekühlt. Diese Fakten haben sich mehrmals für uns bestätigt und sind keine “dahergelaufenen” Theorien.

Deshalb ist es auch wichtig, dass ihre Ventile und die Ventilsitze gehärtet sind und somit ihr Motor uneingeschränkt gastauglich ist.

Mythos 3: nicht mehr als 4000 rpm/Min drehen (Motor nicht hochdrehen)

Es ist klar, dass erhöhte Drehzahlen auch erhöhten Verschleißn bedeuten. Wichtig ist es vor allem, den Motor richtig warm zu fahren, dies bedeutet, dass der Motor volle Betriebstemperatur erreicht und auch das Öl entsprechend warm wird. Weiterhin sollte das Fahrzeug natürlich technisch einwandfrei sein, dann ist der Motor zu diesem Zeitpunkt maximal belastbar und auch der Verschleiß hält sich bei größeren Drehzahlen in Grenzen. Viel schlimmer sind die Kaltstarts für Motoren, generell.

Bei einer qualitativ hochwertigen Umrüstung, wie sie bei uns der Fall ist, können Sie einen gasfesten Motor genau so fahren, wie auf Benzin, ohne einen Unterschied zu merken, außer in Ihrem Geldbeutel!

Deshalb können wir auch die 5 Jahre Garantie auf Ventile (Motor) und Umbau im Preis inklusive auf alle unsere Umrüstungen anbieten!

 

Mythos 4: der Gastank kann explodieren / Gas ist gefährlich

In folgendem Video wird dieser Mythos vom ADAC hervorragend widerlegt. Ein Gastank ist nicht gefährlicher als ein Benzintank im Fahrzeug.

 

Weitere Fragen oder Unklarheiten?

Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren oder fragen Sie eine unabhängige Partei zum Thema Autogas (z.B. beim ADAC).

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